Am Sonntag den 03. Dezember wurde in der schweizer Zeitschrift Sonntagsblick über Direct-Date
und den Seitensprung berichtet!
Seitensprung – so leicht wie nie: Ein Klick im Internet genügt. 100 000 Schweizer
haben es schon ausprobiert.
Internet-Adresse genügt
Der Grund ist klar: Das Internet garantiert, was den Untreuen am wichtigsten ist:
absolute Anonymität. Und der Zugang ist einfach. Für den Seitensprung braucht es bloss
eine gültige Internet-Adresse. Männer bezahlen für die Vermittlung bis zu 200 Franken,
Frauen, die auf allen Seiten in der Unterzahl sind, loggen sich kostenlos ein. Gratis
zieht immer: Auf 12 600 seitensprungwillige Männer kommen beispielsweise bei
direct-date
10 400 potenzielle Sexpartnerinnen.
Die virtuelle Sex-Börse deckt alle Wünsche ab: «Sternensucher» (32) steht auf Kuschelsex.
«SusiS» (35) liebt den «dirty-talk». Der «Harteharry» (38) sucht eine Partnerin für
Sado-Maso-Spiele.
Nachzulesen auf www.blick.ch
Deutliche Worte im Internet: «Ich suche einen Seitensprung oder eine heisse Affäre. Melde
Dich, wenn Du Lust hast mit mir zu ...», schreibt Patrick F.* (34). Der Polizist aus dem
Kanton Zürich verkehrt täglich auf der Kontaktseite
in der Hoffnung sexhungrige Frauen zu finden. «Mit meinem Pseudonym ‹Katerpat› bin ich
anonym und fühle mich absolut sicher. So kann ich offen über sexuelle Vorlieben und Wünsche
schreiben», sagt der notorische Seitenspringer. «Beim Treffen ist dann alles klar und man
kommt gleich zur Sache.»
F. ist seit vier Jahren verheiratet – glücklich, wie er sagt. Seine Frau weiss jedoch
nichts von diesem Treiben.
«Ich brauche diesen Kick»
Angst vor Entdeckung hat er keine. «Ich arbeite in Schichten, das ist doch ideal.
Wenn ich abends spät unterwegs bin, fragt mich meine Frau nicht nach Details. Sie
denkt, ich sei bei der Arbeit.» Lügen möchte Fremdgänger F. eigentlich nicht, die
Ehe sei ihm heilig. Und auch zu Hause komme er sexuell nicht zu kurz. «Meine Frau
und ich wollen bald ein Kind. Deshalb schlafen wir sehr oft zusammen. Ich begehre
sie enorm.»
Und doch zwingt ihn, wie viele andere, «ein unerklärlicher innerer Trieb» jeden
Tag aufs Neue ins Internet, um heimliche Sextreffs zu verabreden. «Ich brauche
diesen Kick, ich will wissen, wie es mit anderen Frauen ist, fremde Körper spüren,
und mich total gehen lassen können!» Das Leben sei zu kurz für nur eine Frau.
Keine Schuldgefühle
Wie seine Seitensprung-Partnerinnen aussehen, ist dem Hobby-Bodybuilder egal.
Hauptsache, sie stammen nicht aus der Nachbarschaft. «Am liebsten verkehre ich
mit den Frauen in meinem Auto – das ist gross genug!», verrät F. Schuldgefühle
verspürt er keine. «In meinem Bekanntenkreis kenne ich niemanden, der 100-prozentig
treu ist.»
Zum ersten Mal hat er seine Frau vor zwei Jahren betrogen, damals mit einer Beamtin
auf dem Polizeiposten. «Ich habe meiner Frau den Seitensprung gebeichtet», so F.,
«das gab Riesenärger. Ich musste ihr ewige Treue schwören, sonst hätte sie mich
sofort verlassen.»
Beatrice chattet täglich mit fremden Männern im Internet.
Jede zweite Woche trifft sich die Krankenschwester auf ein Schäferstündchen im Hotel.
«Die Zeit mit meinen Liebhabern gehört mir ganz allein – fernab von Ehemann und Kindern»,
sagt die dreifache Mutter.
Beatrice ist seit 26 Jahren verheiratet. «Meinen Mann kenne ich in- und auswendig.
Das Kribbeln ist längst weg.»
Schuldgefühle kennt Beatrice nur aus der Vergangenheit. Seit sie mit ihrem Mann ein
stilles Abkommen übers Fremdgehen getroffen hat, fühlt sie sich gut dabei. Beatrice:
«Mein Ehemann gönnt mir mein Vergnügen. Ausserdem ist er froh, wenn ich zu Hause
ausgeglichen und zufrieden bin.»